Zum Rücktritt von Angelika Heydrich
Mit Bedauern, aber auch mit erheblichem Unverständnis, haben wir den über Facebook veröffentlichten Rücktritt von Angelika Heydrich als Beauftragte für Public Relations zur Kenntnis genommen.
Unser Bedauern gründet sich darauf, dass Frau Heydrich in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet und sich mit großem Engagement für das Sighthoundfestival Donaueschingen eingesetzt hat. Für diesen Einsatz sind wir ihr ausdrücklich dankbar.
Unser Unverständnis bezieht sich hingegen auf die Begründung, den Zeitpunkt sowie die Art und Weise ihres Rücktritts.
Zunächst möchten wir festhalten, dass der Vorstand nicht direkt über diesen Schritt informiert wurde. Vielmehr haben wir erst über die Facebook-Seite des Sighthoundfestivals „https://www.facebook.com/sighthound.festival“ von ihrem Rücktritt erfahren. Darüber hinaus gab es im Vorfeld weder Gespräche über einen möglichen Rücktritt noch Hinweise auf derart schwerwiegende Probleme, die einen solchen Schritt erforderlich erscheinen ließen.
Ebenso können wir die auf Facebook genannten Gründe für den Rücktritt nicht nachvollziehen. Insbesondere entspricht es nicht den Tatsachen, dass eine Zusage bestanden habe, die Organisation des Sighthoundfestivals eigenverantwortlich durchzuführen.
Als Beauftragte war Frau Heydrich den Weisungen des Vorstands unterstellt und konnte daher Entscheidungen mit Außenwirkung nicht eigenständig treffen. Dies betrifft beispielsweise die Auswahl der Richter, die ordnungsgemäß mit dem Vorstand abgestimmt und von diesem genehmigt wurde. Gleiches gilt für die Besetzung der Moderation.
Frau Heydrich hatte eine Moderatorin für das Festival vorgeschlagen. Nach ausführlicher Beratung wurde dieser Vorschlag im Rahmen einer Abstimmung vom Vorstand abgelehnt. Für eine solche Entscheidung ist kein gesonderter offizieller Beschluss erforderlich.
Es fällt uns schwer nachzuvollziehen, weshalb die Ablehnung dieses Vorschlags einen Rücktritt rechtfertigen soll – selbst dann, wenn sich weitere Personen in der Folge aus der Organisation zurückgezogen haben. Stattdessen hätten wir erwartet, dass Frau Heydrich den Vorstand um Unterstützung bei der Bewältigung der entstandenen Herausforderungen bittet.
Unser Bedauern wird zusätzlich dadurch überschattet, dass Frau Heydrich trotz mehrfacher Aufforderung bislang keine Informationen zur laufenden Organisation der Veranstaltung an den Vorstand beziehungsweise ihren Nachfolger übergeben hat. Derzeit ist für uns nicht erkennbar, dass eine geordnete Übergabe angestrebt wird.
Darüber hinaus mussten wir feststellen, dass auf der Facebook-Seite des Sighthoundfestivals mehrere Beiträge gelöscht wurden, darunter auch rein organisatorische Informationen wie Hinweise zur Parkplatzorganisation und -belegung. Zudem wurde die Kommentarfunktion eingeschränkt, einzelne Kommentare zu ihrem offenen Brief entfernt und verschiedene Nutzer blockiert.
Nach eigener Aussage von Frau Heydrich ist dieses Ihre private Seite und sie die einzige Person mit entsprechenden Zugriffsrechten. Für den Besucher aber ist es die offizielle Seite des Sighthound Festivals in Donaueschingen, so dass derartige Aktionen immer einen Einfluss auf dias Festival haben. Aufgrund der gelöschten Beiträge wurde schon vermutet, dass die Veranstaltung in diesem Jahr ausfällt. Die Aktionen von Frau Heydrich werden somit dem Verein zur Last gelegt werden.
Mit ihrem Rücktritt lässt Frau Heydrich aus unserer Sicht die verbliebenen Organisatoren, die eingeladenen Richter, die Aussteller sowie die Besucherinnen und Besucher des Festivals in einer schwierigen Situation zurück. Darüber hinaus sehen wir erhebliche Auswirkungen auf die Außendarstellung und das Ansehen des Verbandes.
Vorstandsmitglieder, Funktionsträger und Beauftragte eines Vereins übernehmen Verantwortung für die ihnen übertragenen Aufgaben. Selbstverständlich kann es nachvollziehbare Gründe für einen Rücktritt geben. Ein solcher Schritt sollte jedoch im Bewusstsein dieser Verantwortung und in Abstimmung mit dem Vorstand erfolgen. Aus Respekt gegenüber allen Beteiligten, insbesondere gegenüber einer Nachfolgeperson, gehört dazu auch eine geordnete Übergabe aller relevanten Informationen.
Dies wäre die Vorgehensweise gewesen, die wir von Frau Heydrich erwartet hätten und die ihrer erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre angemessen gewesen wäre.
Dennoch möchten wir den Blick nun nach vorn richten und einen positiven Ausblick geben:
- Das Wichtigste vorweg: Das Sighthoundfestival Donaueschingen wird selbstverständlich stattfinden.
- Wir haben erfreulicherweise zahlreiche Angebote erhalten, die Organisation und Durchführung des Festivals zu unterstützen. Schon jetzt bedanken wir uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern.
- Die wesentlichen Funktionen innerhalb der Organisation konnten bereits neu besetzt werden.
- Wir werden alles daransetzen, das Sighthoundfestival Donaueschingen 2026 für alle Beteiligten zu einem erfolgreichen und unvergesslichen Ereignis zu machen. Wer sich aktiv einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Vorstand aufzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Helene Peither
Präsidentin DWZRV e.V.
